4.10.2006
Obstbauern gründen Jugendgruppe

Viel vorgenommen haben sich die Jugendbetreuer des
Vereins für Obst- und Gartenbau und Landschaftspflege mit ihrer neuen
Jugendgruppe. Zum Erntedankfest kamen elf Kinder zusammen und haben sich
den Naturschutz als Hobby ausgewählt. „Ich habe ein eigenes Stück
Garten auf dem ich Kürbisse und Zucchini gepflanzt habe!“ erzählte
der Achtjährige Ole stolz. Er will die vielen Möglichkeiten nutzen,
die ihm die Obstbauern demnächst bieten: eine Kräuterspirale anlegen,
ein Weidetipi bauen und die Insektenwand betreuen. Auch für die Fünfjährige
Aleyna ist etwas dabei: Sie freut sich darauf, Apfelsaft pressen zu können.
Zuhause hat sie schon bei der Apfelernte geholfen und durfte im Garten
von den Erdbeeren naschen. Demnächst darf sie Quitten ernten und mit
ihrer Mutter Gelee daraus machen. „Wenn die Kinder erfahren, dass man
aus Äpfeln mehr machen kann als Saft werden sie die Geschenke der Natur
noch besser achten“, sieht Andreas Först ein Ziel seiner künftigen
Jugendarbeit erreicht. Der zweite Vorsitzende des Vereins hat sich mit
Daniela Sauer und Gottfried Rüth daran gewagt, den Naturschutz den
Kindern näher zu bringen. Der Vorsitzende des Vereins, Wendelin Bleifus
unterstrich die Bedeutung der neuen Jugendgruppe im Sinne des Vereins.
„Wir wollen unser Wissen und unsere Erfahrung an die Kinder
weitergeben damit auch sie erkennen, dass Dienst an der Natur auch
Dienst für den Menschen ist!“
Jeden ersten Dienstag im Monat treffen sich in Zukunft die Kinder im
Vereinsheim in der Birkenwiese. Pflanzaktionen, Nistkästenpflege und
das aktive Erleben der Jahreszeiten stehen auf dem Programm. Aber auch
viele Feiern und Feste, die sich am Jahreslauf orientieren. So werden
sie demnächst Kürbisse aushöhlen und Gesichter einschnitzen. Zur
Halloweenfeier wollen sie dann die Nachbarn erschrecken. Damit die Gründung
der Jugendgruppe einen offiziellen Anstrich erhielt wurde sogar eine
Urkunde ausgestellt, auf der die Kinder sich als „Gründungsmitglieder“
eintragen konnten. Bürgermeister Andreas Zenglein versprach, das neue
„Pflänzchen“ der Obstbauern von Seiten der Gemeinde zu unterstützen.
Als erstes sucht die Jugendgruppe einen Bauwagen für die Obstwiese in
der Rudolf-Harbig-Straße , um ihre Werkzeuge unterstellen zu können.
Kürbiswettbewerb zum Erntedankfest

19 Kürbis-Riesen waren das Ergebnis des Pflanzwettbewerbs, den der Obst- und Gartenbauverein Haibach zusammen mit den Kindern der drei Kindergärten im Laufe dieses Jahres durchgeführt hat. Zum Erntedankfest wurden die größten Früchte prämiert: 31,6 Kilogramm brachte das Exemplar von David Hesbacher auf die Waage, 31,1 Kilo wog der Kürbis von Fabian Völker. Den dritten Preis gewann Annika Heinz mit 26,4 Kilo. Andreas Först von den Obstbauern übergab an alle Teilnehmer Trostpreise – und natürlich durfte jeder seine Ernte wieder mit nach Haus nehmen. Die Kinder sind mit ihren Kürbissen wieder eingeladen am Freitag, dem 28. Oktober: Dann werden sie Masken in die Früchte schnitzen um mit ihnen am nächsten Tag Halloween zu feiern.
Obstbauern bauen Insektenwand

Praktischen Naturschutz setzt der Obst- und Gartenbauverein auf seiner Streuobstwiese an der Rudolf-Harbig-Straße um: Unter der Leitung von Wendelin Bleifus wurde eine Insektenwand aufgebaut. Bei den letzten Arbeiten halfen Kinder begeistert mit, vermengten Lehm mit Stroh und errichteten die Lehmwand. „Die Differenz zwischen Umweltbewusstsein und umweltbewusstem Handeln zeigt sich an kaum einer anderen Stelle so deutlich, wie im Garten. Natur ja, aber bitte nicht bei mir - scheint hier häufig die Devise zu sein“, bemerkte Bleifus, warum die Insektenwand ein Beispiel für die Umsetzung von Naturschutzideen stehen soll. Über Schmetterlinge freue man sich bei Spaziergängen, doch den Insekten eine Ecke im eigenen Garten anzubieten, scheitere oft am übertriebenen Ordnungsdenken. Das Ergebnis eines falschen Naturverständnisses lasse sich an den immer länger werdenden Roten Liste gefährdeter Tier- und Pflanzenarten ablesen. Dabei könne es so leicht sein, der Natur wieder mehr Raum zu gewähren. „Naturschutz beginnt vor der eigenen Haustür!“ betont der Vorsitzende. Hier sei es die naturnahe Umgestaltung eines Gartens, der dann zum Erhalt der heimischen Flora und Fauna beitrage. Die vermeintlich kleinen Dinge seien es, die Pflanzen und Tieren in der nächsten Umgebung neue Lebensräume bieten. Eine Möglichkeit heimischen Insekten ein neues Biotop zu schaffen, sei die Errichtung eines Insektenhauses. Grund für die Gefährdung der Insekten sei neben der Lebensraumzerstörung und der chemischen Umweltbelastung auch der Mangel an geeigneten Nistplätzen in einer "ausgeräumten" Landschaft. Dabei erfüllten viele Insekten wichtige ökologische Funktionen, wie das Bestäuben von Obstbäumen und anderen Pflanzen durch Bienen, Hummeln und andere Hautflügler. Auch seien sie ein unentbehrliches Glied in der Nahrungskette und im Nutzgarten helfen manche Arten zudem "Schädlinge" ohne den Einsatz giftiger Chemikalien zu reduzieren. So vertilge beispielsweise der Marienkäfer ebenso wie der Gemeine Ohrwurm große Mengen von Blattläusen. Eine einzige Larve des Marienkäfers fresse bis zur Verpuppung bis zu 600 Blattläuse. Bleisfus: „Mit dem Bau eines Insektenhauses kann man diese biologischen Schädlingsbekämpfer fördern und hat somit, neben dem Artenschutz, noch einen weiteren positiven Aspekt.“ Im Insektenhaus fänden Insekten Bruträume in Pflanzenstängeln und anderen Hohlräumen. Dort legten Grab- und Schlupfwespen Brutkammern an, in denen sich die Larven entwickeln. In dieser Zeit ernährten sich die Larven von Raupen oder Pollen, die sie in den Kammern vorfinden. Aber nicht nur Hautflüglern, sondern auch vielen Käferlarven biete das Insektenhaus Schlupfwinkel. Je nach Ausmaß und Bauart fühlten sich sogar Kröten und Frösche sowie Igel an der Insektenwand heimisch. Werden Nistkästen angebracht, werde Vögel die Wand nicht nur als Nahrungsraum, sondern auch als Brutplatz aufsuchen. Natürlich könne jeder, der ein solches Insektenhaus bauen möchte, seine individuellen Vorstellungen über Größe und Art des Hauses mit einfließen lassen, doch sollte auf jeden Fall berücksichtigt werden, dass das Holz des Rahmens nicht mit Holzschutzmitteln behandelt wird. Eine aufwändige Pflege sei nicht notwendig, allerdings empfehle es sich, nach einiger Zeit Holz oder Pflanzenstängel nachzulegen, denn das Insektenhaus besteht aus natürlichen Materialien, die mit der Zeit verwittern. Dass ein Insektenhaus zu einem interessanten Beobachtungsplatz wird, zumal wenn die Palette der einzelnen "Wohnungen" vom Erdnest für Erdhummeln über Totholz bis hin zu Nistkästen reiche, verstehe sich von selbst. So manche Stunde könne mit der Erforschung des Insektenlebens hier verbracht werden. Neben der ökologischen Funktion könne die Insektenschutzwand auch zu einem wahren Kunstwerk im Garten werden.
03. 10. 2004
Obst- und Gartenbauverein ehrt treue Mitglieder

Beim
Erntedankfest des Obst- und Gartenbauvereins konnte Vorsitzender
Wendelin Bleifus (ganz rechts im Bild) langjährige Mitglieder für ihre
Treue zum Verein ehren. Wie in den ersten Jahren der Mitgliedschaft stünden
die Geehrten mit ihrer Arbeit im Garten und auf der Obstwiese auch heute
noch bereit, die Natur zu schützen und sie für kommende Generationen
zu erhalten. Ein Leben im Einklang mit der Natur sei das Ziel des
Vereins und jedes einzelnen Mitgliedes. Für 40 Jahre wurden geehrt
August Dietrich, Horst Freund, Alfred Gärtner, Georg Mantel, Lori
Albert, Fritz Anders, Franz Patzelt, Willi Maier, August Schneider,
Robert Breid, Walter Hofmann, Ottmar Seidel, Klaus Bahmer, Gunther Först,
Willi Fäth und Karl Bahmer. 45 Jahre sind dabei August Hofmann, Franz Völker,
Hermine Habel, Hildegunde Hock, Helmut Roth und Nikolaus Lenk. Den
Ehrenbrief für 50 Jahre erhielten Josef Elbert, Leo Weber, Willi
Sommer, Maria Baumann, Maria Fuchs, Hedwig Wenzel, Eberhard Bäckmann,
Alfred Staudt und Josef Sommer.