Jugendrotkreuz Haibach

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JUGENDROTKREUZ - Kreiswettbewerb - ein herrliches Erlebnis . . .

Mit sehr guten Erfolgen nahmen die JRK Gruppen am Kreiswettbewerb teil, der in diesem Jahr 23 Gruppen mit mehr als 150 Kindern und Jugendliche an die Haibacher Kultur- und Sporthalle führte.

Die Gruppe er Altersstufe 1 (mit Regina Dorn, Tatjana Jonson, Melanie Staab, Christina Zang und Markus Jakob) belegte einen 6. Platz, in der Altersstufe 2 kam die Gruppe mit Johannes Spatz, Dennis Faust, David Albert und Peter Hock auf den 5. Platz und die Gruppe mit Jessica Kullmann, Carolin Först, Daniela Treichl und Michael Fuchs auf den 3. Platz. Unsere "Großen" (Katrin Staudt, Desiree Hubert, Andreas Fuchs und Christian Wicke) wurden vierte.

Ein deutliches Zeichen gegen Ausländerfeindlichkeit setzte das Jugendrotkreuz (JRK) des Kreisverbandes auf seinem Kreiswettbewerb in Haibach. "Wir stehen auf Menschlichkeit und Toleranz" - dieses Motto zog sich wie ein roter Faden durch die Wettbewerbsaufgaben und brachte die Kinder und Jugendlichen schon in den Monaten der Vorbereitung dazu, sich mit dem Thema intensiv zu beschäftigen. Die Ergebnisse bewiesen, dass Jugendliche sehr wohl offen und bereit sind, andere anzunehmen und normal mit ihnen umzugehen. So konnten die Gruppen in einem Stegreifspiel zeigen, wie sie mit Ausländern in der Schule oder in ihrem Freizeitbereich umgehen, wie sie kritische Situationen ohne Gewalt meistern und selbst zu einem friedlichen Miteinander bereit sind. An einer Station des Wettbewerbparcours  rund um die Kultur- und Sporthalle mussten sich die Teilnehmer auseinandersetzen mit den Problemen der Ausländer bei uns und Kennzeichen der Ausgrenzung und Benachteiligung erkennen. Aber auch das Wissen um die Rechte bei Einbürgerungs- oder Asylanträgen war gefragt. Begriffsdefinitionen bei "Flüchtlingen" sollten gewusst werden. Als Bereicherung  der Gruppenstunden wurden ausländische Mitglieder angesehen und Integrationsmöglichkeiten zusammen gestellt.

Das zweite Hauptthema des Wettbewerbs befasste sich mit der Aktion "Schutz vor Schmutz", bei der ein bewusster Umgang mit den Medien, hauptsächlich dem Fernsehen, angesprochen wird. Dabei sollten die Jugendlichen herausfinden, welche Fernsehsendungen für sie nicht geeignet sind und wie sie sich gute Sendungen aussuchen können. Besonders mit den Talkshows am Nachmittag gingen die Jugendrotkreuzler hart ins Gericht und stellten die verächtliche Behandlungen, Herabwürdigungen und Bloßstellungen in manchen Sendungen als unvereinbar mit dem Grundrecht auf Schutz der Würde eines Menschen heraus. Als Alternative zum Fernsehen wurden Möglichkeiten einer aktiven und sinnvollen Freizeitgestaltung gesucht und im kreativen Teil des Wettbewerbs als Collage, Bild oder selbstentwickeltes, neues Gruppenspiel vorgestellt. 

Neben den beiden Schwerpunktthemen mussten die Gruppen an einer Station - für einen Rotkreuzwettbewerb natürlich - ihre Kenntnisse und Fähigkeiten in Erster Hilfe beweisen. So hatten die Kleinsten der Altersstufe 6 bis 8 Jahre eine Brandverletzung zu versorgen und einem anderen "Patienten" Trost zuzusprechen. Die Teilnehmer in der Altersstufe 9 bis 12 Jahre mussten einen bewusstlosen Kameraden in die stabile Seitenlage bringen und eine Wunde versorgen, während die größeren bis 16 Jahren ein Kind mit Nasenbluten betreuen mussten und zeigen sollten, dass sie schon die Beatmung nach einem Atemstillstand beherrschen. Die jungen Erwachsenen versorgten eine Säureverätzung und legten einen Verband bei einer Kopfplatzwunde an. Bei theoretischen Fragestellungen beschäftigten sich die Gruppen mit den Maßnahmen nach einer Gehirnerschütterung, der Versorgung von Brandwunden oder der Hilfe bei einem Sonnenstich. Wie man einen Schock erkennt oder was man bei Fremdkörpern in Wunden zu tun hat war kein Problem für die motivierten Ersthelfer.  Hintergrundwissen über den eigenen Verband, die Geschichte und den Aufbau des Jugendrotkreuzes sowie die Ziele der Jugendarbeit ergänzten die Aufgabenstellungen. Punkte konnten auch gesammelt werden bei den Fragen im Bereich "Kunterbunt", in dem Jahrestage und Persönlichkeiten, Länder der Erde oder Figuren aus Märchen zu erraten waren. Zur Auflockerung der Wettbewerbsstationen hatte das Team um die Leiterin der Jugendarbeit Elke Weibert aus Sailauf Spiele eingebaut, bei denen die Geschicklichkeit der Teilnehmer getestet wurde. "In der umfangreichen Aufgabenstellung unseres Wettbewerbs spiegelt sich die Jahresarbeit der Gruppen wider", erklärte Weibert, wieso die Erste Hilfe bei den Junior-Helfern nur eine Station von vielen war. Mit allgemeinen Themenstellungen aus der Erlebniswelt der Jugendlichen soll das Jugendrotkreuz seine Mitglieder anleiten, sich selbstbewusst und kritisch mit seiner Umwelt auseinandersetzen. So wolle das JRK seinen Beitrag leisten bei der Erziehung der Kinder, meinte Weibert. Sehr erfreut zeigte sie sich, dass auch eine Jugendgruppe der Bereitschaften und eine Wasserwachtgruppe sich den Themen gestellt hatte. Auch wenn der Wettbewerb nicht auf Wettkampf um Punkte angelegt ist und mehr die Gruppenarbeit herausstellt, gab es doch "Gewinner" in den einzelnen Gruppen. Sie vertreten den Kreisverband auf Bezirksebene. Bei den Bambinis gewann Sailauf 1 vor Sailauf 2, in der Alterstufe 1 ebenfalls zwei Sailaufer Mannschaften vor zwei Kahler Mannschaften und Laufach.

In der Altersstufe 2 gewann das JRK Hösbach vor Aschaffenburg, Haibach und Oberbessenbach, in der Altersstufe 3 Sailauf vor Glattbach, der Wasserwachtgruppe aus Hösbach und Haibach. Insgesamt nahmen 23 Gruppen mit mehr als 150 Kindern und Jugendlichen am Wettbewerb teil.
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Eine Kopfplatzwunde und eine Säureverätzung musste behandelt werden.

Eine Kopfplatzwunde und eine Säureverätzung musste behandelt werden.
Christiane Faust prüfte das Wissen in Erste Hilfe. Christiane Faust prüfte das Wissen in Erste Hilfe.
Spielestationen lockerten den Wettbewerb auf. Spielestationen lockerten den Wettbewerb auf.

 

Haibach, 25. Mai 2003

Jugendrotkreuz - Kreiswettbewerb ein voller Erfolg :
1. Platz hinter Sailauf - besser ging´s nicht.

Der Wettbewerb des Jugendrotkreuzes (JRK) im Kreisverband Aschaffenburg zeigte wieder einmal, wie es um die Jugendarbeit im Roten Kreuz bestellt ist: Über 120 Buben und Mädchen aus 20 Ortsgruppen kamen in der Schule in Wiesen zusammen, um sich in einem spielerischen Wettkampf zu messen. Unter dem Titel "Bausteine Europas" wurden die weit gespannten Themen der Gruppenstunden zusammengefasst. So mussten sich schon die kleinsten der "Bambinis" (6 bis 9 Jährige) mit den neuen Euro-Münzen und Geldscheinen auskennen, die 10 bis 12 Jährigen wurden nach den Ländern gefragt, in denen der Euro als Währung eingeführt wurde und die 13 bis 16 Jährigen mussten alle anderen Währungen und die Hauptstädte der europäischen Staaten kennen. Wahrzeichen und Sehenswürdigkeiten wurden zugeordnet. Die jungen Erwachsenen im Jugendrotkreuz hatten sich mit Landschaften, Bergen und Städten zu beschäftigen. Im Bereich "Allgemeinwissen - Kunterbunt" wurden Begriffe gesucht, die sich um Literatur, Film, Sport und Politik drehten. "Als Jugendverband wollen wir unseren Teil dazu beitragen, die internationalen Aufgaben des Roten Kreuzes zu erfüllen. Ziel des JRK ist es, die Jugend zum Einsatz für Frieden und Völkerverständigung zu gewinnen", erklärte Elke Weibert, die Leiterin der Jugendarbeit des Kreisverbandes, warum das Thema Europa Schwerpunkt des Wettbewerbes war. Im Kleinen begann die "Völkerverständigung" schon damit, dass immer zwei Gruppen aus verschiedenen Orten den Wettbewerbsparcour gemeinsam durchlaufen mussten. So lernten sich die Jugendlichen kennen und nahmen Rücksicht aufeinander, die anderen Gruppen wurden nicht als "Gegner" sondern als Partner wahrgenommen. Weibert: "Wir wollen jungen Menschen eine positive Lebenseinstellung vermitteln und zu sozialem Handeln anleiten. Dazu gehört, dass sie sich um jüngere und schwächere kümmern und gegenseitig helfen." Zu Überlegungen um die Sicherheit im Straßenverkehr führte der Wettbewerbsbereich Verkehrserziehung. Hier waren die Bedeutung von Verkehrszeichen zu erklären und vor allem die Schutzausrüstung beim Inlineskaten und die Verhaltensregeln im Straßenverkehr zusammenzustellen. Natürlich hatten die Kinder auch die typischen Rotkreuzaufgaben zu erfüllen. So wurden Fragen zum Aufbau des Roten Kreuzes und zu den Grundsätzen der Rotkreuzarbeit ebenso gestellt wie zur Geschichte und Entwicklung der Hilfsorganisation. Das Wissen über Ersten Hilfe wurde an einer eigene Station abgefragt. Hier beweisen schon die kleinsten, dass sie sich mit Atem- und Pulskontrolle bestens auskennen und die Verbandsmaterialien richtig einsetzen können. Die Gruppen mussten wissen, wie man einen richtigen Augenverband anlegt, wie stark blutende Wunden zu stillen sind und wie eine fachmännische Herz-Lungen-Wiederbelebung durchzuführen ist. Die ganze Theorie wurde dann an der Praxisstation umgesetzt. Dort hatten die Bambinis zwei Verletzte mit Kopfplatzwunde und Schock zu versorgen, die Altergruppe 1 kümmerte sich zwei Inlineskater mit Schürfwunden und Gehirnerschütterung und die Jugendlichen ab 13 Jahren hatten einen bewusstlosen Patienten mit Tablettenvergiftung und einen weiteren mit verstauchtem Fuß zu versorgen. Die jungen Erwachsenen zeigten, wie man Motorradfahrern nach einem Unfall helfen kann. Ihre Kreativität hatten die Gruppen im musischen Teil des Wettbewerbs zu beweisen. So mussten sie in einem kurzen Theaterstück ein europäisches Land vorstellen und in einer Collage Bilder des Landes zusammenstellen. Die Kleinen konnten einen Jahreskalender mit zwölf Länderseiten basteln. Damit der Spaß bei all den Aufgaben nicht zu kurz kam, wurden drei Spielestationen in den Parcour eingebaut. Hier zeigte sich, dass die Zusammenarbeit der Jugendgruppen in Wiesen bestens funktioniert. Eine Station wurde nämlich von der Feuerwehr, eine andere von der örtlichen KJG aufgebaut. Zusammen mit diesen beiden Gruppen kann sich das neu belebte Jugendrotkreuz der Spessartgemeinde auf eine künftige fruchtbare Zusammenarbeit freuen. Wiesens Bürgermeister Gerhard Büdel zeigte sich schon im Vorfeld sehr aufgeschlossen für den Wettbewerb und begrüßte die Jugendlichen herzlich. Auch der Vorsitzende des BRK Kreisverbandes, Frank Faust, war erfreut über die große Zahl der Teilnehmer. Vom Kreisjugendring beobachtete Christian Ullrich den Ablauf. Zu einem Wettbewerb gehört auch eine Siegerehrung. Dabei ging es aber nicht um Punkte, Sieger und Verlierer. Jeder Teilnehmer erhielt das gleiche Erinnerungsgeschenk, eine Erste Hilfe Tasche. Da es aber auf Bezirksebene, im Landesverband Bayer und auf Bundesebene mit Wettbewerben weitergeht, war doch eine Reihenfolge der Gruppen wichtig. Wie schon in den letzten Jahren setzten sich auch heuer die Gruppen aus Sailauf durch und belegten jeweils die ersten beiden Plätze. Bei den Bambinis wurde die Gruppe aus Kahl dritter, ebenso in der Alterstufe 1, gefolgt von Hösbach und Laufach. Hinter den Sailaufern der Alterstufe 2 kamen Haibach, Hösbach und Kahl. Bei den jungen Erwachsenen trat nur die Gruppe aus Obernau an kann damit den Kreisverband beim Bezirkswettbewerb vertreten.


Einen hervorragenden dritten Platz beim Kreiswettbewerb belegte die Jugendrotkreuzgruppe mit (von links) Johannes Spatz, Daniela Treichl, Peter Hock, David Albert, Simon Michel, Markus Jakob und Melanie Staab.

Jugendrotkreuz "Dies und Das".