Ehrungen beim BRK 2011

Langjährige Aktive in der Bereitschaft des Bayerischen Roten Kreuzes konnten von den Leiterinnen Christiane Faust (links) und Sabine Jakob (rechts) geehrt werden. Von links: Günther Baumann ist seit 55 Jahren dabei, Helma Baumann und Dieter Roth 50 Jahre, Manfred Albert 55 Jahre. Traudl Hock erhielt die erste Jahresspange für fünf Jahre, Silvia Müller für zehn Jahre. 20 Jahre aktiv ist Hans-Georg Faust und  25 Jahre Georg Jakob. Seit 30 Jahren arbeiten mit  Christiane Faust, Hiltrud Häcker, Gerd Häcker, Sabine Jakob, Emmi Straub, Helmtrud Zenglein  und Waltraud Zimmermann, 35 Jahre Robert Fuchs. Hans Mertens und Heinrich Rickert sind seit 40 Jahren Mitglied, Margit Mertens und Theo Großmann seit 45 Jahren.


November 2011

Bei der Blutspenderehrung überbrachten Bürgermeister Andreas Zenglein die Anerkennung der Gemeinde und Dieter Roth vom Bayerischen Roten Kreuz die Auszeichnungen des Blutspendedienstes an Jubiläumsspender. „Sie haben eine Möglichkeit genutzt, ihren Mitmenschen zu helfen“, bedankte sich Zenglein im Namen aller, die auf diese Art der Unterstützung angewiesen sind. Auch wenn der Spender nicht wisse, wem er sein Blut zu Verfügung stelle, könne er sicher sein, dass er einem Mitmenschen unschätzbare Dienste erweise. Als Bürgermeister rief er alle über 18 Jahre dazu auf, diesem Beispiel zu folgen. Geehrt für 25 Spenden wurden Werner Dürbeck, Hubert Bergmann, Hannelore Staab und Elena Först. 50 Spenden haben abgegeben Manfred Maier, Karl-Heinz Götz, Elke Weigelt und Ingrid Arnold. 75 Spenden kamen von Jörg Zimmermann, Josef Stapp, Jürgen Goldhammer, Kilian Eisert und Klaus Albert. Jürgen Jäger hat sich schon 100 mal sein Blut gespendet.

Bild: von links Bürgermeister Andreas Zenglein, Kilian Eisert, Klaus Albert, Ingrid Arnold, Jürgen Goldhammer, Elke Weigelt, Jörg Zimmermann, Jürgen Jäger, Karl-Heinz Götz und Dieter Roth von der BRK Bereitschaft Haibach.


November 2010

Bei der Ehrung der Blutspender, die eine „Jubiläumsspende“ abgegeben haben, sagte Bürgermeister Andreas Zenglein: „Sie teilen mit kranken und verletzten Menschen das Wertvollste, das es für ein Menschenleben gibt, ihr Blut.“ Blutspender wirken im Stillen, von ihren guten Taten komme nichts an die Öffentlichkeit, meinte er. Deshalb sei es notwendig, wenigstens bei besonderen Spenden ein öffentliches „Dankeschön“ zu sagen. Er überreichte ein Anerkennungsgeschenk der Gemeinde, während Manfred Albert vom Bayerischen Roten Kreuz  die Ehrennadeln und Urkunden überbrachte. Für 125 Spenden wurde Elisabeth Kunkel geehrt, Renate Häcker und Albin Blatt  hatten 100 Mal gespendet. 75 Spenden hatten abgegeben Ulrike Hagenlocher, Heribert Seischab und Bernhard Allig. Für 50 Spenden geehrt wurden Jens Hildebrand, Mike Hartmann und Werner Wenzel. Die erste Ehrung für 25 Spenden erhielten Jürgen Mantel, Boris Miksch, Alfred Schraufstetter, Thorsten Sattler, Klaus Arnold,  Natascha Nebel und Andreas Sommer.

Bild: Bürgermeister Andreas Zenglein (links) und Manfred Albert vom Bayerischen Roten Kreuz (rechts) ehrten Junbiläumsblutspender: Von links Elisabeth Kunkel (125), Mike Hartmann (50), Renate Häcker (100), Albin Blatt (100), Heribert Seischab (75).


14.11.2009

Gemeinde und BRK ehren Blutspender

Als „Helden des Alltags“ bezeichnete Bürgermeister Andreas Zenglein die Blutspender, die im Stillen wirken und von denen nicht viel in die Öffentlichkeit dringt. „Sie geben das Wertvollste, das es für Menschen gibt, ihr Blut, auf das kranke und verletzte Menschen angewiesen sind!“ Den Blutspendern, die eine „Jubiläumsspende“ abgegeben haben sprach er den Dank all der Unbekannten aus, die mit dem Blut gerettet worden sind. Die öffentliche Ehrung solle als Anregung dienen, sich auch einmal den Mut zu fassen sein Blut zu spenden. Zusammen mit Manfred Albert von der Bereitschaft des Bayerischen Roten Kreuzes in Haibach ehrte er für 25 Spenden Harald Bischof, Philipp Klein, Thomas Fleckenstein, Heinrich Weiß, Thomas Winkler, Ralf Hofmeister und Stefanie Ritter. Für 50 Spenden wurden geehrt Manfred Volkmann, Robert Rost, Frank Elbert, Irene Hock und Gaby Hartmann. 100 mal haben gespendet Dieter Rückert und Reinhilde Bäckmann, 125 mal Walter Baumann. 

Bild von links: Reinhilde Bäckmann, Bürgermeister Andreas Zenglein, Irene Hock, Gaby Hartmann, Walter Baumann und Manfred Albert von der Bereitschaft des Bayerischen Roten Kreuzes.


 

Blutspender sind  Lebensretter

„Gerde jetzt ist Blutspenden wichtig!“ Bürgermeister Andreas Zenglein erinnerte bei der Blutspenderehrung  daran, dass Schwerkranke auf Therapien angewiesen seien und dingend Blutkonserven benötigten. Auch für den Fall eines Unglücks mit vielen Verletzten müssten ausreichend Reserven vorhanden sein. Daher komme es auf jeden Blutspender an. Mehrfachspender hätten es verdienet, öffentlich ausgezeichnet zu werden, da sie sich für andere in vorbildlicher Art einsetzten. Zusammen  mit Sabine Jakob von der Bereitschaft des Bayerischen Roten Kreuzes in Haibach zeichnete er Jubiläumsspender aus. 

Auf dem Bild vorne von links Bürgermeister Andreas Zenglein, Reinhold Rickert (75 Spenden), Alexander Bäckmann (50), Lilo Albert (75), Susanne Ziemlich(50), Werner Mergler (125), Margot Kleinschmitt (100), Walter Nebel (50), Bereitschaftsleiterin Sabine Jakob. 
Hinten von links: Marco Schlerth (25), Thomas Hench (50), Reinhard Schüssler 25), Mathias Nüchtern (25), Franz-Josef Pankerl 50), Norbert Völker 25) und Manfred Maier 50)

Auf dem Bild fehlen für 125 Spenden Franz Sauer, 75 Spenden
Fridolin Staab, Barbara Braig, 50 Spenden Felix Kunert, 25 Spenden Christa Heeg, Udo Fenderl, Rita Hofmann, Gisela Kraus, Gabriele Uhl und Andreas Staab 

 

BRK - ARCHIV 

November 2006

Gemeinde und Rotes Kreuz ehren Blutspender

 „Wer sein Blut für andere gibt, hilft mit, Leben zu retten!“ Bürgermeister Andreas Zenglein fand es deshalb wert, Jubiläumsblutspender beim Ehrenabend der Gemeinde öffentlich zu würdigen. Seit mehr als 40 Jahren geht Hans Scheuermann regelmäßig zu den Terminen, 150 Spenden konnte er inzwischen abgeben. Auf 125 Spenden hat es Helmut Staudt gebracht, auf 100 Spenden Rainer Großmann, Fridolinde Arnold, Burkhard Nebel, Gunda Spägele und Heribert Biewer. Für 75 Spenden wurden geehrt Helmut Krebs, Werner Kottlorz, Peter Häcker, Frank Ehrhardt, Volker Rühle und Bernd Dauerer. 50 Spenden haben abgegeben Erika Gumbel, Margit Spatz, Hans Georg Faust, Rainer Bahmer, Adalbert Sauer, Heinz Scherf und Karl Welzbacher. Das erste „Jubiläum“ für 25 Spenden konnten feiern Beate Demuth, Roswitha Zang, Erika Goldhammer, Isabelle Gardill, Martina Mungel, Sabine Blümel, Sabine Kuhnhäuser, Rita Kraus, Helmut Stowasser, Werner Weis, Aleksander Bosnar, Markus Nebel, Alfred Kraus, Hans Difour, Thorsten Kunkel und Dieter Gerlach.
Auf dem Bild von links Bürgermeister Andreas Zenglein, Sabine Jakob von der Bereitschaft des BRK Haibach, Bernd Dauerer (75 Spenden), Heribert Biewer (100),  Burkhard Nebel (100), Helmut Staudt (125), Peter Häcker (75), Gunda Spägele (100), Hans Scheuermann (150), Erika Gumbel (50), Rainer Bahmer (50), Volker Rühle (75), Margit Spatz (75), Fridolinde Arbold (100), Heinz Scherf (50), Albert Sauer (50) und Manfred Albert von der Bereitschaft des BRK Haibach.

 

2.5.06

Ehrungen beim Roten Kreuz

Hohe Ehrungen konnten Mitglieder der BRK Bereitschaft von Landrat Dr. Ulrich Reuter und dem Vorsitzenden des BRK Kreisverbandes Frank Faust entgegennehmen: Dr. Richard Breitinger ist seit 70 Jahren Mitglied und bekam dafür die Ehrennadel in Gold  mit Goldring des Deutschen Roten Kreuzes, Manfred Albert (Bild Mitte) erhielt die Ehrennadel in Gold für 50 Jahre. Das Ehrenzeichen des Bayerischen Staates für 40 Jahre und die Ehrennadel des BRK wurde verliehen an Margit Mertens. Für 25 Jahre aktive Mitgliedschaft erhielten (auf dem Bild von links) Christiane Faust, Hiltrud Häcker, Sabine Jakob und Waltraud Zimmermann das Ehrenzeichen des Staates und die Ehrennadel in Silber des BRK.


 

2005

Blutspender sind Lebensretter

Mit 150 Blutspenden ist Dieter Roth einer der „Rekordspender“ im Landkreis. Seit über 40 Jahren hat er sein Blut unentgeltlich für andere Menschen zur Verfügung gestellt. Nicht weniger bedeutend sind die 125 Spenden von Gottfried Schüssler und Gottfried Maier oder die 100 Spenden von Gerlinde Keck, Erhard Nagel, Johann Geck, Elisabeth Hettinger und Benedikt Rückert. Bruno Lippert bringt es auf 75 Spenden und 50 mal gespendet haben Klaus Kullmann, Bernhard Fath, Wolfgang Albert, Hubert und Karin Aulbach, Anja Rühle, Regina Rückert, Stefan Elbert, Herbert Knauder, Ute Bergmann und  Roger Find. Ihre erste Ehrung für 25 Spenden erhielten Roland Kraus, Sabine Naumann, Matthias Bleifus, Christina Mantel, Thomas Hock, Gerd Bäckmann, Sabine Jung und Gottfried Rüth. „Blutspenden rettet Leben und ist ein Zeichen von Verantwortungsgefühl und Nächstenliebe“, sagte Bürgermeisterin Heidrun Schmitt. Jeder von uns könne in die Situation kommen, Blut zu benötigen. Schmitt: „Wer Blut braucht, braucht Menschen wie Sie!“ Die Bürgermeisterin dankte auch den Helferinnen und Helfern der Rotkreuzbereitschaft, die mit ihrem ehrenamtlichen Engagement die Blutspendetermine in Haibach möglich machen. Auf dem Bild von links: BRK Bereitschaftsleiterin Sabine Jakob, Erhard Nagel, Bürgermeisterin Heidrun Schmitt, Dieter Roth, Johann Geck, Gerlinde Keck, Herbert Knauder, Ute Bergmann, Hubert Aulbach, Elisabeth Hettinger, Stefan Elbert, Klaus Kullmann, Karin Aulbach und Manfred Albert von der Rotkreuzbereitschaft.  

 

Rotkreuzbereitschaft leistet Dienst im Hintergrund
Ehrungen

Arbeit im Stillen zeichne die Mitglieder der Rotkreuzbereitschaft aus, betonte die stellvertretende Bereitschaftsleiterin Christiane Faust bei der Jahresversammlung. Die sanitätsdienstliche Absicherung von Sportveranstaltungen und örtlichen Aktionen solle möglichst im Hintergrund geschehen, jeder wünsche der Teilnehmer einen unfallfreien Verlauf. Jedoch müssten die Helfer der Bereitschaft und des Jugendrotkreuzes bestens ausgebildet ihren Dienst antreten, um im Ernstfall wirkungsvolle Hilfe leisten zu können. 
Bereitschaftsleiterin Sabine Jakob gab einen Überblick über die Einsätze: So seien im letzten Jahr 235 Stunden im Sanitätsdienst erbracht worden, bei vier Blutspendeterminen wurden 764 Spender betreut. Immer wieder zeige sich, dass die fachliche schnelle Hilfe der Sanitäter notwendig sei. Sie dankte besonders den Jugendlichen, die sich mit einer Sanitätsausbildung neu für den Dienst qualifiziert haben. Ihr Dank galt aber auch der Gemeinde Haibach für die Bereitstellung der Ausbildungs- und Gruppenräume und die Finanzierung des Fahrzeuges. 

Taktischer Leiter Robert Fuchs erklärte die Neuorganisation der Alarmierung bei Katastrophenalarm und die Einbindung der Bereitschaft als örtliche Komponente zur Unterstützung der ehrenamtlichen Schnelleinsatzgruppen. Die Haibacher hätten sich bereit erklärt, die Pressegruppe des Kreisverbandes zu unterstützen, was eine zusätzliche Ausbildung im Sprechfunk und der Organisationsstruktur bedeute. Das Jugendrotkreuz mache Freude, erklärte Christiane Faust. Die zwei Gruppen seien sehr aktiv dabei und bereiteten sich eifrig auf Wettbewerbe und ihren Einsatz im Sanitätsdienst vor, bei dem im letzten Jahr 148 Stunden geleistet wurden. Sehr erfreulich sei der Einsatz für die Flutopferhilfe gewesen. Hier hätten die Mitglieder Gelder gesammelt und für die Bessenbacher Direkthilfe Kleiderpakete gepackt. In den Gruppenstunden seien 1946  Stunden zusammen gekommen, sehr aktiv werde auch im Blutspendedienst mitgearbeitet. 

Dass die Haibacher Bereitschaft schon lange gute Arbeit leistet beweisen die Ehrungen: Günther Baumann erhielt die Auszeichnungsspange für 50 aktive Jahre, Robert Fuchs für 30 Jahre und Sabine Jakob für 25 Jahre. Problematisch stellte sich die Zusammenstellung der neuen Bereitschaftsleitung dar. Durch berufliche und private Veränderungen sahen sich Jakob und Faust nicht mehr in der Lage, sich für weitere vier Jahre verpflichten zu lassen, andere Führungskräfte standen nicht zur Verfügung. So wurde die Neubesetzung der Leitungsämter erst einmal verschoben, die bisherigen Inhaber werden kommissarisch ihre Arbeit weiter führen.

Im Förderverein stellte sich dieses Problem nicht. Der Verein wird aktiv, um die Arbeit der Rotkreuzbereitschaft zu unterstützen. Die Vielzahl der Mitglieder sichern die finanzielle Grundlage, in Gemeinschaftsaktionen sind auch die Mitglieder angesprochen, die keinen aktiven Dienst mehr leisten. Gut angenommen werde vor allem das Kerb-Cafe am Kerbmontag, erklärte Faust. Bei den Neuwahlen  wurde Christiane Faust als Vorsitzende bestätigt, Sabine Jakob bleibt Stellvertreterin. Robert Fuchs wird die Kasse weiter führen. Als Besitzer wurden dazu berufen Hans Georg Faust,  Georg Jakob und Gerd Häcker. Die Bereitschaft entsendet Waltraud Zimmermann, das Jugendrotkreuz Johannes Spatz. In diesem Jahr gelte es, ein besonderes „Geburtstagsfest“ zu feiern, sagte Faust. Das Einsatzfahrzeug der Bereitschaft werde 20 Jahre alt, verrichte aber noch zuverlässig seinen Dienst. Das müsse gefeiert werden, meinte sie. Die Vereinsräume in der alten Schule werden zurzeit auch an andere Gruppen vergeben. So seien zwei Krabbelgruppen hier untergebracht, eine Kleinkindergruppe sei an der Nutzung interessiert. Auch dienen die Räume als Ausweichquartier für die Ministranten während des Umbaues des Pfarrsaales.
 

Sabine Jakob (links) wurde für 25 aktive Jahre in der Bereitschaft Haibach des Bayerischen Roten Kreuzes geehrt, Günther Baumann (Mitte) leistet schon 50 Jahre lang seinen Dienst für die Gemeinschaft. Im Namen der Bereitschaftsleitung gratulierte Christiane Faust (rechts) 

 

 

 

 


A

 

Rotes Kreuz feierte:
75 Jahre Sanitätskolonne / Bereitschaft und
35 Jahre Jugendrotkreuz

Am Sonntag, 13. Juli feiert das Rote Kreuz in Haibach ein Doppeljubiläum: Seit 75 Jahren besteht die Sanitätskolonne/Bereitschaft und seit 35 Jahren wird aktive Jugendarbeit im Jugendrotkreuz geleistet. Mit einem Gottesdienst in der Bruder Klaus Kirche beginnt der Festtag um 8.30 Uhr. Danach ist Parade zum Festplatz an der alten Schule, Ansprachen der Gäste und Frühschoppen mit der Musikkapelle Edelweiß. Nach dem Mittagstisch baut das Jugendrotkreuz eine Spielstraße auf, bei der die Kinder einige lustige "Sanitäterspiele" machen können. Kaffee und Kuchen gibt es für die Erwachsenen. Am Abend klingt das Jubiläum aus.

Geschichte der Sanitätskolonne
Als das Bezirksamt Aschaffenburg nach dem 1. Weltkrieg zur Gründung von Sanitätskolonnen in größeren Orten aufrief, waren es in Haibach besonders die Mitglieder des Gesangsvereins "Liederkranz", die sich für die Bildung einer Kolonne einsetzten. Am 28. Februar 1928 wurde im Anschluss an eine Gesangsprobe im Gasthaus »Weißes Roß« die Gründung beschlossen und Konrad Höfling zum ersten Kolonnenführer gewählt. Als Kolonnenarzt und Ausbilder stellte sich Dr. Karl Klug aus Straßbessenbach zur Verfügung. Nach 15 Lehrabenden fand am 21. Juli 1928 mit der Demonstration einer Kesselexplosion im Schneidwerk von Christian Kunkel (seinerzeit Bürgermeister) die Abschlussübung statt. Dass die jungen Sanitäter auch auf eine gute Kameradschaft Wert legten, zeigt der Eintrag in der Chronik zum Abschluss der Übung: "Den Abend beschloss man mit einem Tanzkränzchen." Da es noch keinen Rot-Kreuz Kreisverband gab, unterstützte die Gemeinde die junge Hilfstruppe tatkräftig. Die Nachbarkolonne Aschaffenburg half den Haibachern mit einer Trage und Decken aus. Die gut geschulten Sanitäter konnten in der Folgezeit bei vielen Veranstaltungen eingesetzt werden. 1936 übernahm Dr. Hermann Rieger die Funktion des Kolonnenarztes. Ernst wurde es für die Sanitäter auch in Haibach, als der Zweite Weltkrieg ausbrach. Am Tag der Mobilmachung wurden alle eingezogen und kamen ins Ausbildungslager nach Königstein/Taunus. Adam Hubert blieb als einziger im Ort und richtete Anfang 1940 in Wasserlos das Militärlazarett mit ein. Viele der Haibacher Sanitäter kamen von ihren Kriegseinsätzen in Lazaretten oder den Fronten nicht mehr nach Hause.

Nach dem Krieg suchte die mitgliedsstärkste Gemeinschaft im Kreis Aschaffenburg lange nach geeigneten Unterrichtsräumen. Versammlungen wurden in den Gaststätten abgehalten, Ausbildungen in einem Schulsaal. Schließlich wurde zwischen dem Kreisverband Aschaffenburg und dem Turnverein Haibach ein Mietvertrag für einen 45 Quadratmeter großen Raum an der Rückseite des Turnplatzes geschlossen. Nach erheblichen Umbauarbeiten konnte endlich am 3. November 1956 hier ein eigenes Heim bezogen werden. 1958 ging die Kolonnenführung an Anton Scheuermann über, Kolonnenarzt wurde Dr. Richard Breitinger. Viele Aktivitäten stärkten in den folgenden Jahren den guten Ruf der Sanitätskolonne auch über Haibach hinaus. Überall, wo es notwendig war, wurde Sanitätsdienst geleistet, die Ausbildung war vorbildlich. Alljährlich wurden im Herbst Erste-Hilfe-Kurse für die Bevölkerung durchgeführt. Seit 1956 beteiligten sich die Haibacher an den Blutspendeterminen in Aschaffenburg. Ab Oktober 1964 wurde auch in Haibach zweimal jährlich ein Blutspendetermin eingeführt, von dem von Anfang an rege Gebrauch gemacht wurde. Unter dem damalige Bürgermeister Dr. Willi Reiland konnte die Sanitätskolonne nach viel Eigenleistung beim Um- und Ausbau einen Raum in der alten Schule beziehen. Im November 1975 zogen die Sanitäter schon wieder um und erhielten auf Initiative des seinerzeit amtierenden Bürgermeisters Josef Roth das Obergeschoss des alten Feuerwehrhauses. Im Laufe der Zeit wurde die technische Ausrüstung den Erfordernissen entsprechend erheblich verbessert. Sie reichte über weiträumig einsetzbare Funkgeräte bis zum im Mai 1981 beschafften und für den Einsatz um- und ausgerüsteten VW-Bus. Bei der Versammlung am 24. Februar 1984 wurde zum ersten Mal eine eigene Frauenbereitschaft eingesetzt, Heidi Kalbfleisch zur Leiterin gewählt. Die Arbeit änderte sich aber nicht: Schon immer haben sich Frauen und Männer gemeinsam der guten Sache gewidmet. Erste eigenständige "Tat" der Frauenbereitschaft: Sie gründeten zusammen mit dem katholischen Frauenbund eine Nachbarschaftshilfe. Der Jahresbericht 1985 zeigt eine "Hoch-Zeit" im Haibacher Roten Kreuz: 33 aktive Erwachsene Mitglieder, 10 aktive im Rettungsdienst und 77 Jugendliche. Bei der vielfältigen Arbeit konnte der alte VW Bus keine Dienste nicht mehr leisten, ein neuer Mazda-Kombi wurde angeschafft und als Mannschaft- und Materialwagen ausgebaut. Auch finanziell wollten die Haibacher auf eigenen Füße stellen und gründeten 1993 einen Förderverein. Erster Vorsitzender wurde Martin Scholz, seine Stellvertreterin Christiane Faust, Schriftführer Robert Fuchs und Kassier Manfred Albert. Die erste große Arbeit des Fördervereins war der Umbau von Kellerräumen in der alten Schule für das nächste Vereinsheim. Auch die Wasserwacht konnte nun eigene Räume bekommen. Am 21. März 1998 wurden die Räume eingeweiht. In diesen Räumen kann die Rotkreuzbereitschaft heute neben den Ausbildungsabenden und Gruppenstunden eine neue Möglichkeit anbieten: Kinder-Krabbelgruppen tummeln sich wöchentlich und beleben das Heim. Die Bereitschaft wird heute von Sabine Jakob, der Förderverein von Christiane Faust geführt.

Geschichte des Jugendrotkreuzes
Die Idee zur Gründung einer Jugendgruppe im Haibacher Roten Kreuz bestand schon im Jahr 1954. Kolonnenführer Emil Blatt sah damals schon die Notwendigkeit, die Zukunft der Kolonne mit einer gezielten Jugendarbeit zu sichern. Nur vereinzelt kamen jedoch Jugendliche, die dann in der Erwachsenengemeinschaft mitgeführt wurden. Am 26. 3. 1954 wurde Josef Baumann als "Zugführer Jugendrotkreuz" eingesetzt und hatte wohl die erste eigenständige Jugendgruppe. In der Chronik finden sich erst wieder Aufzeichnungen aus dem Jahr 1968. Margit Meub (verheiratete Mertens) und Gertrud Scheuermann gelang es, genügend Begeisterung bei der Jugend zu wecken, so dass wieder eine eigenständige Jugendrotkreuzgruppe gegründet werden konnte. 1972 übernahm Terez Simon die Leitung der Gruppe, 1974 kam Roswitha Blank als zweite Gruppenführerin dazu. 1979 übernahm Robert Fuchs die Leitung und versuchte, die Jugendarbeit zu intensivieren. Das Jugendrotkreuz stellte sich unter ihm immer mehr als eigenständige, gleichberechtigte Gemeinschaft innerhalb des BRK dar. Die drei Dienste, die Grundlage aller JRK Arbeit sind, wurden durch vielerlei Aktivitäten mit Leben erfüllt. Der Dienst an der Gesundheit, der Dienst am Nächsten und der Dienst zur Förderung der Völkerverständigung überzeugte immer mehr Jugendliche, sich dem JRK anzuschließen. Bald mussten weitere Gruppen gegründet werden. 1985 meldete die Statistik 77 Mitglieder. Die Aktivitäten des Haibacher Jugendrotkreuzes erstreckten sich aber auch über die Ortsgrenzen hinaus. Ab 1980 nahmen die Haibacher regelmäßig an den Kreiswettbewerben teil und belegten gute Plätze. 1981 konnte eine Gruppe der Stufe 1 (10-14 Jahre) sogar den Kreissieger stellen, auf Bezirksebene erfolgreich abschneiden und bei dem bayerischen Wettbewerb einen guten Platz belegen. Dieser Erfolg wurde 1983 von einer Gruppe der Stufe 2 (14-18 Jahre) und 1985 von einer Gruppe der Stufe 3 (18-25 Jahre) wiederholt. Im Jubiläumsjahr 2003 nahm eine Gruppe am Wettbewerb teil und belegte den dritten Platz der Altersstufe 2 (12 - 16 Jahre). Das Jugendrotkreuz ist neben seinen Gruppestunden sehr aktiv in der Jugendarbeit innerhalb der Gemeinde. So arbeiten die Gruppenleiter im Ortsjugendrat mit und bieten bei den Ferienspielen der Gemeinde einen "Erste Hilfe Tag" an.


Stolz präsentieren sich die Sanitäter im Jahr 1938.
stehend von links: Alban Höfling, Gustav Maier, Franz Maier, Johann Fuchs, Thomas Roth, Emil Welzbacher, Adam Hubert, Adam Parr, Ludwig Welzbacher, Anton Baumann, Edmund Find, Josef Bachmann, Gustav Wenzel, Peter Zenglein.
sitzend von links: Kaspar Scheuermann, Konrad Höfling, Josef Nüchtern, Dr. Hermann Rieger, Sebastian Staab und Emil Blatt.


Die Mitglieder von Bereitschaft und Jugendrotkreuz im Jubiläumsjahr.